RÜCKKEHR DES HISTORISCHEN WANDBILDES IN LUSAN

Im Rahmen der umfassenden Sanierung des Bildungscampus Lusan an der Rudolstädter Straße 51 steht die Bewahrung und Wertschätzung des kulturellen Erbes der DDR im Mittelpunkt. Dieses innovative Projekt setzt auf die sichtbare Wiederherstellung der ursprünglichen Gestaltung der Gebäudehülle und des Tragwerks, um die Geschichte und Baukultur der DDR erlebbar zu machen und den Stadtteil nachhaltig aufzuwerten.

Identitätsstiftende Merkmale durch historische Gestaltung und Kunstwerke

Ein herausragendes Element des Projekts ist die Integration des bedeutenden Wandbildes „Die bewegende Kraft des Wissens“ von Lutz R. Ketscher, geschaffen im Jahr 1979 in Thale. Das Werk, bestehend aus 312 emaillierten Metalltafeln, zählt zu den bedeutendsten Beispielen baubezogener Kunst der DDR. Nach seinem Abbau im Jahr 2012 wurde das Kunstwerk gesichert und eingelagert. Nun eröffnet sich die Chance, dieses kulturhistorische Juwel an einem neuen Standort im Rahmen der Generalsanierung und Liegenschaftsentwicklung wieder öffentlich zugänglich zu machen.

Das Wandbild wird im „Herz von Lusan“, einem zentralen Entwicklungsbereich zur Reaktivierung des Stadtteils, neu positioniert. Es findet seinen Platz an der giebelseitigen Wand des Klassentraktes des Schulgebäudes, gegenüber der ursprünglichen städtebaulichen Setzung. Zusammen mit der geplanten Sporthalle wird das Kunstwerk den öffentlichen Raum prägen und eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft schlagen. Es wird so zu einem identitätsstiftenden Element, das die Historie des Ortes mit der zukünftigen Entwicklung verbindet und den Bildungsstandort Lusan nachhaltig prägt.

Historisches Erbe sichtbar machen

Die Sanierung setzt auf eine behutsame Restaurierung der Gebäudefassaden. Dabei wird die unveränderte bauzeitliche Erscheinung des Schulgebäudes aus dem Jahr 1978 erhalten. Die Fassadenstruktur, bestehend aus Tragwerk (Stützen und Ringanker) sowie massiven Brüstungselementen, bleibt sichtbar und wird durch eine energetische Ertüchtigung mit mineralischem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ergänzt. Die Fenster werden durch nachhaltige Holz-Aluminium-Elemente ersetzt, die nicht nur die Energieeffizienz steigern, sondern auch das Raumklima verbessern und den ökologischen Anspruch des Projekts unterstreichen.

Hintergrund

Die Regelschule „Die Vierte“ sowie die Wilhelm-Busch-Grundschule und die ehemalige Kindertagesstätte an der Elsterberger Straße werden im Zuge der Sanierung modernisiert und energetisch aufgewertet. Die Fassaden bleiben im ursprünglichen Design erhalten, während die Gebäudestruktur durch neue Fluranbauten ergänzt wird, um zeitgemäßen Schulformen gerecht zu werden. Die neu gestalteten Klassen- und Fachräume sowie die flexible Nutzung der Flure schaffen eine Lernumgebung, die den Anforderungen einer modernen Bildung entspricht, ohne das historische Erscheinungsbild zu beeinträchtigen.

QUELLE: STADTVERWALTUNG

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