Vom 5. bis 12. Juli 2026 trafen sich 20 Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren sowie sechs Betreuerinnen und Betreuer und eine Sprachmittlerin aus Gera, Skierniewice/Polen und Eppan/Italien in der Jugendbegegnungsstätte Golm in Kamminke auf der Insel Usedom. Eingeladen hatte das Jugendamt der Stadt Gera. Unter dem Titel „Wege zur Erinnerung – Europa: gestern–heute–morgen?“ diskutierten sie, welche Bedeutung Erinnerungskultur heute für ein demokratisches und friedliches Europa hat und welche Handlungsmöglichkeiten sich daraus für junge Menschen ergeben. Die Jugendbegegnungsstätte Golm ist seit mehr als 20 Jahren ein Ort der internationalen Begegnung und des interkulturellen Lernens.
Ziel des Projekts war es, jungen Menschen aus verschiedenen Ländern einen gemeinsamen Zugang zur Geschichte zu ermöglichen und sie dabei zu unterstützen, Verbindungen zwischen historischen Ereignissen und ihrer eigenen Lebenswelt herzustellen. Im Mittelpunkt standen Exkursionen und Kurse, unter anderem zur Kriegsgräberstätte Golm, zum Historisch-Technischen Museum Peenemünde, eine Stadtrallye in Świnoujście sowie die Auseinandersetzung mit der Geschichte Usedoms und der deutsch-polnischen Grenze. Außerdem gab es kreative Kurse, in denen sich die Jugendlichen künstlerisch mit Erinnerung, Frieden und Europa auseinandersetzten.
Die dort entstandenen künstlerischen Arbeiten werden im Herbst zu einer öffentlichen Ausstellung zusammengeführt, um die Ergebnisse der internationalen Begegnung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Das Projekt wurde gefördert durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk, die Von-Wiese-Stiftung sowie aus Mitteln des Thüringer Landesjugendförderplans. Der Verein Virtuosen und Schmierfinken e. V. hat das Projekt mit begleitet und übernahm die Leitung der Kunstkurse während der Jugendbegegnung.
QUELLE: STADTVERWALTUNG

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