Am heutigen 15. August 2026 wird ein weiterer Massenansturm auf die spanische Exklave Ceuta erwartet. „Nius”, „Bild”, „Welt” und nachfolgend auch die öffentlich-rechtlichen machen schon seit mehreren Tagen auf dieses Datum aufmerksam. In den Berichten wird über gesteuerte Aktionen gemutmaßt. Hierbei fiel besonders der ARD-Korrespondent für Afrika und Leiter des Studios in Nairobi auf. Das sorgt auf verschiedenen Plattformen für weitere Diskussionen. Georg Restle kann sich offenbar vorstellen, dass der Ansturm weder eine echte humanitäre Krise, noch Teil eines antikolonialen Kampfes ist, sondern Teil der Bemühungen des immer stärker werdenden US-israelisch-marokkanischen Bündnisses, eine progressive europäische Regierung zu schwächen, Europa zu spalten und das Völkerrecht zu untergraben. Auf „X” hob er einen entsprechenden Satz aus dem Artikel „Die wahre Geschichte hinter der Menschenwelle, die nach Ceuta strömte” hervor. Dieser erschien in der politisch links ausgerichteten US-Zeitschrift „The Nation”. Dem aus der Sendung „Monitor” bekannten Moderator wird nun vorgeworfen, Verschwörungstheorien über eine gegen Spanien gerichtete US-israelisch-marokkanische Geheimaktion zu verbreiten.
Inzwischen werden von der Exklave Bilder verbreitet, welche afrikanisch aussehende Männer zeigen, die sich den Beschreibungen zufolge in den Bergen und Wäldern verstecken. Es ist von freigelassenen bzw. untergetauchten Kriminellen und Dschihadisten die Rede. Sie könnten nicht nach Marokko zurückkehren, weil dort das Risiko einer erneuten Verhaftung sehr hoch sei. Ein neue Massenansammlung scheint sich vor Ceuta bislang nicht zu bilden. Stand 15 Uhr wird als einzige nennenswerte Aktivität eine Verstärkung der Grenzsicherung gemeldet. Es seien zusätzliche Kräfte entsandt, Sperren aus Stacheldraht errichtet, und Wasserwerfer in Position gebracht worden. Manche Journalisten gehen, was die eröffneten Kanäle für Aufrufe zum erneuten Ansturm auf Ceuta anbetrifft, inzwischen von einer Finte aus und beobachten die Situation in Melilla.
Die Frage, welche Kräfte hinter den Erstellern der Gruppenkanäle stehen, die so viele Menschen mobilisieren konnten, lässt sich wohl nicht beantworten. Geteilt werden deshalb vor allem Artikel von Autoren, die plausibel erscheinende Erklärungen anbieten. Dazu gehören „The Grayzone” von Max Blumenthal, „The Duran” von Alex Christoforou, „Middle East Eye” von David Hearst und andere. Es seien drei Dinge gewesen, deretwegen Spanien in Bedrängnis gebracht wurde: Es habe erstens Palästina als Staat anerkannt, zweitens Israel Völkermord in Gaza vorgeworfen, und die Kriege im Libanon und Iran kritisiert, und drittens den USA verboten, Kampfflugzeuge von spanischem Boden aus in Richtung Iran zu fliegen. Der israelische Ministerpräsident Netanyahu sei sehr verärgert gewesen; Spanien habe den israelischen Konsul abberufen. Anschließend soll der Sohn Netanjahus Marokko ermutigt haben, dafür zu sorgen, dass nordafrikanische Moslems über Ceuta und Grenada nach Spanien eindringen. Auch in früheren Jahrzehnten soll es von Marokko ausgelöste Massenanstürme gegeben haben.

Kommentar hinterlassen