UMFANGREICHE ORTSTEILBEREISUNG

In der vergangenen Woche fand im Stadtteil Bieblach-Tinz eine umfangreiche Ortsteilbereisung mit anschließender Einwohnerversammlung statt, bei der Bürger und Vertreter des neu gewählten Ortsteilrates aktiv ihre Anliegen, Ideen und Fragen einbrachten. Diese Veranstaltung markierte einen wichtigen Auftakt in der kommunalen Bürgerbeteiligung in Bieblach-Tinz und zeigt, wie moderne Stadtentwicklung transparent und partizipativ gestaltet werden kann.

Einblick vor Ort

Mit einem Minibus wurden Stationen in Roschütz und Tinz angesteuert, darunter die Brahmebrücke, die Straße der Jugend, die A.-S.-Makarenko-Straße sowie das Ärztehaus am W.-Majakowski-Straße. Zu Fuß ging es anschließend zum Bieblacher Hang, wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit hatten, sich direkt vor Ort über aktuelle Herausforderungen und geplante Maßnahmen zu informieren. Die Bereisung lieferte wertvolle Einblicke in die aktuellen städtebaulichen und infrastrukturellen Gegebenheiten. Besonders diskutiert wurden:

Brückensanierung Roschütz
Der Zustand der Brahmebrücke wurde geprüft, die Zustandsnote liegt bei 2,9. Eine mittelfristige Sanierung ist derzeit nicht geplant, das Thema bleibt jedoch auf der Agenda, da insbesondere die Brüstung ausgebessert werden sollte.

Verkehrssicherheit
Der Wunsch nach der Einrichtung einer Tempo-30-Zone im Tinz-Wohngebiet sowie die Forderung nach einer zusätzlichen Querungsmöglichkeit für Fußgänger bzw. der Verbreiterung der bestehenden Möglichkeit an der Johannes-R.-Becher-Straße wurden intensiv erörtert und werden seitens der Stadtverwaltung geprüft.

Öffentliche Beleuchtung
Anwohner aus Roschütz beklagten das Fehlen der Straßenbeleuchtung in der Kirchstraße.

Grünflächen und Sauberkeit
Die ungepflegte Grünfläche an der W.-Majakowskistraße wurde ebenso thematisiert wie die Problematik des Rattenbefalls im Park „Grüne Mulde“. Hier wurden bereits erste Maßnahmen zur Bekämpfung eingeleitet.

Leerstände und Bauentwicklung
Der Austausch zu leerstehenden Gebäuden und den Sanierungsprojekten entlang der Johannes-R.-Becher-Straße zeigte die Dringlichkeit, aktuellem Leerstand entgegenzuwirken. Dabei soll die Verwaltung auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen aktuellen Wohnstandards und den Denkmalschutzinteressen achten. Die Erarbeitung der nachhaltigen Lösungen zwischen Eigentümern und Stadt wird ein erster Schritt sein, den Leerstand nicht fortschreiten zu lassen.

Dialog auf Augenhöhe
Mehr Transparenz, mehr Mitbestimmung

Im Anschluss an die Bereisung fand die Einwohnerversammlung in der Bieblacher Schule statt. Hier konnten die Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen direkt vortragen, Fragen stellen und Anregungen für die zukünftige Entwicklung des Ortsteils geben. Stadtverwaltung und Ortsteilrat präsentierten die aktuellen Projekte, berichteten über die geplanten Fokus-Maßnahmen im Bereich Stadtplanung für ganz Gera und gaben Einblick in die nächsten Schritte bei Themen wie Haushaltsplanung und Projektmanagement.

„Unsere Veranstaltung zeigt, wie wichtig es ist, die Menschen vor Ort in die Stadtentwicklung einzubinden“, erklärten Oberbürgermeister Kurt Dannenberg und Ortsteilbürgermeisterin Frau Paulick. Die Mobilisierung der Anwohner vor Ort und der offene Austausch unterstreichen die Bedeutung einer transparenten und bürgernahen Stadtpolitik. Die Ergebnisse der Veranstaltung fließen in die weitere Planung ein, und die Stadtverwaltung wird die vereinbarten Maßnahmen zeitnah umsetzen oder weiterverfolgen. „Wir freuen uns über die große Resonanz und das Engagement der Bürgerinnen und Bürger“, so Oberbürgermeister Herr Dannenberg. „Unsere Stadt lebt vom Mitmachen und der gemeinsamen Gestaltung. Bieblach-Tinz ist ein lebendiger Stadtteil, der durch den Dialog und neue Ideen noch lebenswerter wird.“

Hinweis für alle Interessierten
Die nächsten Termine und Beteiligungsmöglichkeiten im Stadtteil werden frühzeitig bekannt gegeben. Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich weiterhin aktiv einzubringen – sei es bei zukünftigen Veranstaltungen, in Arbeitsgruppen oder im direkten Gespräch mit den Verantwortlichen.

QUELLE: STADTVERWALTUNG

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