TECHNISCHE HERAUSFORDERUNGEN BEIM GVB

An den Fahrzeugen des tschechischen Herstellers ČKD Praha kommt es mit zunehmendem Alter häufiger zu Störungen und Ausfällen der nachträglich eingebauten elektronischen Steuerung. Dadurch steigt der Reparaturaufwand. Zuletzt hatte KTNF8 Nummer 353 Probleme. Während des Einsatzes auf der Linie 3 am 3. September 2026 war trotz des nach vorn bewegten Handhebels keine Beschleunigung feststellbar. Auf dem LCD-Bildschirm mittig des Fahrerpultes fehlten die sich aufbauenden Balken. Dennoch bewegte sich das Fahrzeug fort. Denn der hinten angekuppelte KT4DMC Nummer 308 reagierte ordnungsgemäß auf das Steuerungssignal und setzte seine vier Motoren in Bewegung. Der Ausfall der Chopper-Steuerung vom Typ TV14 war nur von kurzer Dauer. Doch Vorkommnisse dieser Art häufen sich. Ein weiteres Problem ist der Rost an den Wagenkästen. Bei der Herstellung wurden unverzinkte Stahlbleche verbaut. Die Korrosion breitet sich insbesondere im unteren Bereich seitlich der Türen aus.

Aber auch die Neufahrzeuge funktionieren noch nicht tadellos. Ebenfalls am 3. September 2026 kollabierte die Steuerungselektronik des seit dem 26. August 2026 im Regelbetrieb befindliche Fahrzeuges 601. Kurzerhand wurde das Bauteil des Wagens 602 ausgebaut und in das Fahrzeug 601 eingesetzt. Bei der Firma Stadler in Bussnang/Schweiz forderte der GVB eine neue Steuerungseinheit an. Aufgrund der Unabwägbarkeiten bleiben die ČKD-Wagen trotz ankommender Neufahrzeuge zunächst noch im Bestand und werden erst verschrottet, wenn die NGT12G Zuverlässigkeit im Einsatz bewiesen haben.

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