GERAS DEMOGRAFISCHES PROBLEM

Nur noch 15 % der Menschen in Gera sind Kinder oder Jugendliche. Erwachsene in der Altersklasse 18 bis 29 haben einen Anteil von lediglich 10 %. Diese Unausgewogenheit hat weitere Folgen. Während die Zahl der jährlichen Sterbefälle hoch bleibt, bei etwa 1500, werden immer weniger Geburten registriert. Ende 2025 lag das Verhältnis bei 1463 zu 551. Die Stadt zählte 95’131 Hauptwohnsitzbürger zum 31. August 2026. Nach einem kleinen Zwischenhoch im Jahr 2023 zeichnet sich wieder ein rückläufiger Trend ab. Der Anteil der deutschen Staatsangehörigen sank um 1,1 %; der Ausländeranteil erhöhte sich auf 15,25 %. Ukrainer bilden hier mittlerweile die größte Gruppe. Bezogen auf die Gesamteinwohnerzahl liegt ihr Anteil bei 4,26 %. Es folgen die Syrer mit 3,01 %.

Da die Geburtenrate unter Ausländern spätestens in der nachfolgenden Generation ebenfalls deutlich zurückgeht, wird sich der Geburtenrückgang trotz starker Zuwanderung fortsetzen. Das hat unter anderem Folgen für den Bedarf an Kindergartenplätzen und Schulen. Ohne Zuwanderung würde die Stadt in kürzester Zeit kleiner, der Leerstand größer und die Kaufkraft geringer werden. Bezogen auf die Selbsterhaltung zeigt sich ein schwerwiegendes Problem: Alle Gesellschaften, die sich hier befinden, verkleinern sich mit der Zeit, wenn es keinen permanenten Zustrom von außen gibt. Sie geraten in einen Zustand, in dem sie aus sich heraus nicht mehr lebensfähig sind.

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