Im Bereich Debschwitz meldeten zwei aufeinanderfolgende Züge am Mittwochabend, dass sie während der jeweiligen Fahrt zwischen Gera-Süd und Gera-Zwötzen mit etwas Kleinem kollidiert seien. Der Lokomotivführer des zweiten Zuges konnte die Gegenstände als Schottersteine identifizieren.
Die Bundespolizei wurde über dieses Ereignis in Kenntnis gesetzt und suchte den Tatort ab. Die Einsatzkräfte stellten vor Ort eine circa 20 Zentimeter lange Spur von Steinmehl auf einem Schienenkopf fest. Im Nahbereich konnten keine Verursacher mehr festgestellt werden. Die Absuchung nach der unbekannten Täterschaft blieb erfolglos.
Während der bundespolizeilichen Maßnahmen kam es zu geringfügigen Einschränkungen im Betriebsablauf. Sieben Züge mussten den Bereich mit verlangsamter Geschwindigkeit befahren, sodass sich Verspätungen auf insgesamt knapp zwei Stunden summiert haben.
An den zwei Zügen sind nach einer ersten Inaugenscheinnahme durch das Überfahren der Steine keine Schäden entstanden.
Ganz gleich, welche Motivation hinter dieser Tat steckt — Eisenbahnanlagen sind keine Spielplätze. Vom Bahnbetrieb können Lebensgefahren ausgehen. Die Gleisbereiche sind daher absolute Tabuzonen, in denen Dritte nichts verloren haben.
In diesem Fall ermittelt die Bundespolizei wegen einer betriebsstörenden Handlung.

Kommentar hinterlassen