Den Euro gibt es als Bargeld mittlerweile fast halb so lange wie die frühere, 1948 in den Westzonen eingeführte Deutsche Mark. In vielen Bürgern wächst inzwischen der Wunsch nach einer Rückkehr zur alten Währung. In der letzten repräsentativen Umfrage von 2021 waren es rund 33 %. In der Erinnerung ist die D-Mark ein Symbol für den bundesdeutschen Nachkriegswohlstand, während der Euro mit einer gefühlten Preisverdoppelung daher kam.
Doch eine Wiedereinführung ist strenggenommen nicht möglich. Eine auf allen Ebenen abgeschaffte Währung kann nicht wieder zum Leben erweckt werden. Käme die D-Mark zurück, würde es sich um eine gänzlich neue Währung handeln, die nur den alten Namen trägt. Sie hätte einen höheren Wert, wodurch deutsche Waren im Ausland viel teurer würden. Zudem ginge ein Währungswechsel mit hohen Kosten einher.
Neues Geld in einer ungünstigen finanziellen Verfassung des Staates verheißt zumeist nichts gutes. Eine Währungsreform würde mit hoher Wahrscheinlichkeit das Verhältnis zwischen den Löhnen der Menschen und den Preisen beim Einkaufen ändern. Es können verschiedene Umtauschkurse eingeführt werden, ggf. auch mit betragsabhängigen Staffelungen. Zudem besteht die Möglichkeit, Geldvermögen und Schulden in unterschiedlichen Verhältnissen umzustellen.
Eine Währungsreform wird insbesondere dann zum Risiko für Verbraucher und Sparer, wenn der Staat seine Schulden nicht mehr bedienen kann und niemand weiß, ob in geheimer Vorbereitung ein monetärer Gesamtvollstreckungsschnitt beabsichtigt ist, der das System auf null zurücksetzt. Die Menschen glauben an eine positive Wendung, doch der Staat entledigt sich seiner Schulden und entwertet gleichzeitig die Ersparnisse der Bürger.

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