UKRAINE WILL ZUWANDERUNG AUS AFRIKA UND ASIEN ERHÖHEN

Der Bevölkerungsrückgang in der Ukraine ist offenbar schwerwiegender als bislang angenommen. Vor dem russischen Angriff im Februar 2022 hatte das Land 42,8 Millionen Einwohner, Anfang 1992 Jahre sogar 51,5 Millionen. Von offizieller Seite werden nun bis zu 39,5 Millionen als Schätzwert angegeben. Die Zahlen beziehen sich auf das Territorium in den international anerkannten Grenzen, welches einschließlich der Krim 603’628 Quadratkilometer umfasst. Etwa 6,5 Millionen Menschen, vorwiegend Frauen und Kinder, haben das Land verlassen. Die Zahl beinhaltet auch vier Millionen erwerbsfähige Menschen.

Bereits vor 2022 befand sich die Ukraine in einer demografischen Krise. Die Geburtenrate war sehr niedrig, die Sterblichkeit hoch. Durch den Krieg hat sich der Bevölkerungsrückgang beschleunigt. Mittlerweile bringt eine Frau statistisch betrachtet weniger als ein Kind zur Welt, wodurch ein baldiger Zuwachs unwahrscheinlich ist.

Offizielle Zahlen zum Bevölkerungsstand werden häufig angezweifelt. Julija Wolodymyriwna Mendel, ukrainische Journalistin, Autorin und ehemalige Pressesprecherin des Präsidenten Selenski, behauptete in der am 11. Mai 2026 veröffentlichten „Tucker Carlson Show“, der Bevölkerungsverlust liege bei 40 % seit 2022. Die Ukraine hätte nur noch rund 25 Millionen Einwohner.

https://tuckercarlson.com/tucker-show-iuliia-mendel-051126

Der Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung gefährdet unbestritten die wirtschaftliche Stabilität des Landes und die Sozialsysteme. Viele Männer befinden sich im Kriegseinsatz, sind an der Front gestorben oder wurden schwer verwundet. Die Regierung will das Land nun für asiatische und afrikanische Arbeitsmigranten öffnen. Kyrylo Budanow, Leiter des Präsidialamts, kündigte im April 2026 bei einem Treffen mit Unternehmern an, die Liste der „Migrationsrisikoländer“ zu überarbeiten.

https://delo.ua/news/ukrayina-gotuje-pereglyad-spisku-krayin-migraciinogo-riziku-na-tli-deficitu-kadriv-budanov-463659

Im Baugewerbe, der Landwirtschaft und Industrie fehlen zahlreiche Arbeitskräfte. Künftig soll es einfacher werden, Menschen aus Ländern wie Afghanistan, Bangladesch, Nigeria, Äthiopien oder Pakistan eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen und sie einzustellen. Allerdings ist man sich des Risikos bewusst, dass einige Ausländer nach Erhalt ihrer Dokumente ihre Arbeitgeber verlassen oder die Ukraine als Transitland für ihre Weiterreise nutzen könnten. „Sie kommen an, besorgen sich die Dokumente und wandern dann aus“, fürchtet der Leiter des Präsidialamtes.

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