DIE KUNST DER WISMUT

Zu sehen ist ein Ausschnitt des Wandbildes „Friedliche Nutzung der Atomenergie“, geschaffen von Werner Petzold (1940-2023) in Emaille. Es befindet sich heute bei Löbichau. (Bild: Wismut GmbH Chemnitz)

Gunter Giermann berichtet über Geschichte, Kunstwerke und Künstler am Dienstag, den 5. Mai 2026, um 17 Uhr, beim „Treffpunkt Bibliothek“.

Gunter Giermann vom Bergbautraditionsverein Wismut ist am Dienstag, den 5. Mai 2026, um 17 Uhr zu Gast in der Stadt- und Regionalbibliothek Gera, am Puschkinplatz 7 A. Die Kunst der Wismut ist Thema seines Bildvortrags.

Die Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft (SDAG) Wismut war im Kalten Krieg einer der größten Uranproduzenten weltweit. In Gera und Umland war sie bis zur politischen Wende 1989/1090 zugleich einer der Hauptarbeitgeber, prägte die Stadt durch massiven Wohnungsbau und zahlreiche Infrastrukturprojekte. Ihr Erbe umfasst aber auch eine Kunstsammlung mit über 4000 Werken, darunter 300 Gemälde von etwa 480 Künstlern. Immer wieder wird darüber diskutiert, wie mit dieser Kunst umgegangen werden soll. Ein dauerhafter Ausstellungsort für die Sammlung ist noch nicht gefunden; bisher lagern die Bestände in Chemnitz im Depot. Auch die Stadt Gera denkt über künftige Möglichkeiten einer Präsentation nach. Die Veranstaltung in der Geraer Bibliothek lädt dazu ein, auf diese besondere Sammlung, die zum Teil eng mit der Region verknüpft ist, einen erinnernden Blick zu werfen.

Gunter Giermann beschäftigt sich seit langem mit der Geschichte der Wismut, hat eine Ausstellung mitinitiiert, hält Vorträge. Über die Wismut-Kunst referierte er bereits in der Geschichtswerkstatt in Gera-Lusan. In seinem Vortrag in der Bibliothek stellt er noch einmal ausgewählte Kunstwerke vor, erzählt über die Künstler, die Entstehungsgeschichte und die gegenwärtigen Standorte der Exponate. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

QUELLE: STADTVERWALTUNG

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