THEATER ZUM MITMACHEN UND ANFASSEN

Dr. Sophie Oldenstein leitet das Kinder- und Jugendtheaterfestival „Wildwechsel“. (Bild: Theater/Ronny Ristok, Theaterfotograf)

Vom 27. bis 31. Mai 2026 wird Gera zum Zentrum der jungen Kultur: Das wandernde Kinder- und Jugendtheaterfestival „Wildwechsel“ schlägt unter dem Motto „Kopf hoch!“ seine Zelte in der Stadt auf. Fünf Tage lang gibt es hochklassige Inszenierungen aus fünf Bundesländern zu sehen. Das Besondere: Hier wird nicht nur still im Sessel zugeschaut, sondern Theater aktiv erlebt. Das Theater Altenburg Gera hat bei Festivalleiterin Dr. Sophie Oldenstein nachgefragt, worauf sich Familien, Schulen und alle Neugierigen freuen können.

Das Festivalmotto heißt „Kopf hoch!“. Was hat es damit auf sich?

Wir stellen uns die Frage, wie man auch in wilden Zeiten einen kühlen Kopf bewahrt – und wie man den Herausforderungen der Welt stark und widerstandsfähig begegnen kann. Das Festival beschäftigt sich mit Stoffen, die zeigen, dass auch kleine Handlungen einen großen Unterschied machen können. Und bei zahlreichen Mitmachaktionen können die Kinder und Jugendlichen auch selbst ausprobieren, zu was sie selbst in der Lage sein können.

Auf dem Spielplan stehen Stücke, bei denen das junge Publikum Kuscheldecken, Taschenlampen oder Wünsche mitbringen soll. Wie viel „Mitmach-Faktor“ steckt im Festival?

Beim Gastspiel „Wolf“ nach dem erfolgreichen Jugendbuchs von Saša Stanišić verwandelt sich die die Bühne am Park für einen Nachmittag in ein Zeltlager. Das Publikum darf als Camper mitten im Bühnenbild Platz nehmen und sogar mitmachen. Bei „Dschynnia“ wiederum geht es um das Wesen der Wünsche – und dort werden die Wünsche der Kinder Teil des Bühnenbilds. Kinder und Jugendliche bleiben nicht nur Publikum, sondern können bei vielen der Veranstaltungen mitmachen und mitgestalten.

Wenn ich als Familie am Wochenende vorbeikommen möchte: Was sind die Highlights abseits der Theaterbühnen, die man auf keinen Fall verpassen sollte?

Für Jugendliche gibt es Samstagmittag mit „Zschillen am Zschochern“ ein buntes Programm auf dem Zschochernplatz, wo mit dem Theaterlabor und dem Kinder- und Jugendchor des Theaters junge Menschen ihr Talent unter Beweis stellen. Für Kleinere gibt es Sonntagmittag ein Familienfest am Puppentheater mit Spielangeboten, Führungen durchs Haus und Clownin. Neben den Vorstellungen in den Theatersälen haben wir mit dem Format „Spielraum“ zahlreiche Straßentheateraufführungen im ganzen Stadtgebiet – es lohnt sich also, in den kommenden Tagen Augen und Ohren offen zu halten,

Das Festival kooperiert mit dem Kindermedienfestival „Goldener Spatz“. Was erwartet Schulklassen bei der großen Medienwerkstatt am Festival-Freitag?

Dort kann man an acht verschiedenen Stationen mediale Angebote selbst ausprobieren – von einer Hörspielwerkstatt über die Entwicklung eines Stop-Motion-Films bis hin zu einem Legoroboter. Im Rahmen unserer transmedialen Theaterserie √My kann man dort auch unsere neue √My-Messenger-App testen und eigene Ideen zur Stadt der Zukunft entwickeln, die dann in der nächsten Bühnenepisode vorkommen.

Hand aufs Herz: Was sind Ihre persönlichen Favoriten des Festivals?

Ich freue mich am meisten auf die Begegnungen mit dem Publikum – am Zschochernplatz, beim Familienfest oder bei unserem Eröffnungspicknick im Küchengarten.

Das Gespräch führte Susanne Streicher, Medienreferentin des Theaters Altenburg Gera.

QUELLE: THEATER ALTENBURG GERA GGMBH

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