Am Wochenende ist in Gera das Schauspiel „glückliche menschen“ zu sehen, ein kabarettistisches Gastspiel mit Erik Lehmann und seinen „Notizen aus dem Muttiheft“, und das Puppenspiel „Schneewittchen“. Außerdem lädt das Theater zum Foyerkonzert sowie zum Rio-Reiser-Abend ein.
GERA
Packendes Schauspiel über gutgemeinte Hilfe
Was passiert, wenn gut gemeinter Aktionismus auf die Realität trifft? Genau dieser Frage geht das Schauspiel „glückliche menschen“, zu sehen am Freitag, den 5. Juni, um 19.30 Uhr in der Bühne am Park nach. Das Stück der renommierten rumänischen Dramatikerin Elise Wilk beginnt dabei so packend wie ein Krimi: Nach dem Fund einer Leiche nahe einer abgelegenen Armensiedlung wechselt das Geschehen ins Wohnzimmer einer erfolgreichen Bestsellerautorin. Nach einem heftigen Shitstorm im Netz sucht sie plötzlich nach einer Möglichkeit, sich sozial zu engagieren – und manövriert sich damit in ein Geflecht aus Vorurteilen und echten Problemen.
Mit viel Empathie und einer Portion schrägem Humor erzählt das Stück vom Aufeinanderprallen von Armut und Privilegien. Statt einfacher Antworten oder klassischer Schuldzuweisungen liefert der Abend einen vielschichtigen Blick auf die Frage, wo die Grenzen individueller Hilfe liegen.
Kabarettist Erik Lehmann gastiert in der Bühne am Park
Das Theater Altenburg Gera lädt am Samstag, den 6. Juni, zu einem kabarettistischen Gastspiel ein: Um 20 Uhr steht Erik Lehmann mit seinem Programm „Notizen aus dem Muttiheft“ auf der Bühne am Park in Gera. Mit mittlerweile über zwanzig Jahren Bühnenerfahrung präsentiert der Kabarettist in seinem Solo eine Mischung aus zeitlosen Texten seines gleichnamigen Kolumnenbuches und tagesaktuellen Satiren. Das Programm lebt vor allem von Lehmanns schauspielerischer Wandlungsfähigkeit, bei der er in verschiedene, teils absurde Figuren schlüpft, um gesellschaftliche und politische Themen aufzugreifen.
Junge Musiker der Dualen Orchesterakademie präsentieren sich im Foyerkonzert
Im 337. Foyerkonzert des Theaters Altenburg Gera übernehmen die jungen Talente der Dualen Orchesterakademie Thüringen (DOT) das Ruder. Am Sonntag, den 7. Juni, präsentieren sich die Stipendiaten um 11 Uhr im Konzertsaal Gera mit einem facettenreichen Kammerkonzert, das sie in Eigenregie auf die Beine gestellt haben. Unter dem Motto „Und jedem Anfang…“, frei nach Hermann Hesse, ist bereits die Programmkonzeption und Moderation ein wesentlicher Teil des Weiterbildungsprogramms der DOT. Die Duale Orchesterakademie Thüringen ist ein seit 2018 erfolgreiches Kooperationsprojekt der Jenaer Philharmonie und des Theaters Altenburg Gera. Über zwei Spielzeiten hinweg tauchen die angehenden Profis intensiv in den Thüringer Konzert- und Musiktheaterbetrieb ein. Nun stellt sich die aktuelle Generation dem Publikum vor. Die musikalische Reise spannt sich in wechselnden Besetzungen über Jahrhunderte und Genres: von Michael Praetorius über Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn bis hin zu packenden modernen Klängen von György Ligeti und Kevin McKee.
Märchenklassiker im Puppentheater
Schneewittchen und die sieben Zwerge nehmen am Sonntag, den 7. Juni, im Puppentheater Gera ihre Zuschauer mit in die Märchenwelt der Gebrüder Grimm. Der rote Vorhang öffnet sich um 11 Uhr. Puppenspielerin Steffi König und Puppenspieler Tobias Weißhaupt präsentieren das Märchen für die ganze Familie. Es bleibt abzuwarten, wie die kleine Prinzessin mit Hilfe sieben kleiner Männlein den Fängen der bösen Königin entkommt. Und wird sie dem Prinzen ihres Herzens begegnen? Alle großen und kleinen Theaterfreunde können gespannt sein.
Zwischen Revolte und Romantik – Ein Abend für Rio Reiser im Theater Gera
Sänger, Poet, Rebell, Stimme einer Generation: Rio Reiser war eine Ikone der deutschen Popkultur. Am Sonntag, den 7. Juni, um 18 Uhr widmet der Leipziger Schauspieler und Musiker Peter Schneider im Großen Haus dem legendären Künstler eine bewegende Hommage. Mit szenischer Intensität und musikalischer Tiefe nähert sich Schneider einem seiner großen Vorbilder und erweckt Reisers Poesie voller Schmerz, Liebe und Sehnsucht zum Leben. Ein Abend, der die Suche nach dem echten Rio Reiser in den Mittelpunkt stellt. Peter Schneider ist Schauspieler und Musiker, bekannt u. a. aus der Netflix-Serie „Dark“ und als Kommissar Lehmann im „Polizeiruf 110“. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Grimme-Preis und einer Nominierung für den Deutschen Filmpreis.
ALTENBURG
Ballettabend mit dem Thüringer Staatsballett
Am Freitag, den 5. Juni, um 19.30 Uhr präsentiert das Thüringer Staatsballett den Doppelabend „Pulcinella/Jeu de Cartes“ mit Musik von Igor Strawinsky.
Mit „Pulcinella“ schlägt der Choreograf Arshak Ghalumyan eine Brücke in die hiesige Theatergeschichte. Er reist gedanklich genau 100 Jahre zurück in die Spielzeit 1925/1926, als die Choreografin Yvonne Georgi die Ballettsparte in Ostthüringen etablierte und das Stück damals am Theater in Gera inszenierte. Georgi wird in dem Stück, verkörpert von der Tänzerin Jéssyca Helena Rett, zu sehen sein.
In „Jeu de Cartes“ wird eine Pokerrunde zur Tanzbühne. Die Tänzerinnen erwachen als lebendige Spielkarten zum Leben. Es handelt sich dabei um eine Original-Choreografie von dem Ausnahme-Choreografen John Cranko (1927–1973) aus dem Jahr 1965. Dabei handelt es sich um eine Rarität, die man heute kaum noch auf Theaterspielplänen findet.
Junge Talente präsentieren ihr Können in einer Galaveranstaltung
Bereits zum 26. Mal führte der Theaterverein Altenburg den Wettbewerb „Jugend rezitiert“ durch. Unter dem diesjährigen Thema „Frei sein!“ setzten sich Schüler kreativ mit dem Begriff „Freiheit“ auseinander. Die Preisträger präsentieren nun gemeinsam mit ausgezeichneten Musikschüler ihr Können in der Galaveranstaltung „Jugend rezitiert und musiziert“. Die Veranstaltung findet am Samstag, 6. Juni, um 16 Uhr im Theaterzelt Altenburg statt. Der Theaterverein lädt alle Interessierten herzlich ein. Die Eintrittskarten zum Preis von 6 Euro (Schüler: 4 Euro) sind vor Ort erhältlich.
„Blutrote Spitzen“ – Interaktiver Altenburg-Krimi lädt zur Spurensuche ein
Ein Mordfall erschüttert Altenburg – und das Publikum wird selbst Teil der Ermittlungen: Mit „Blutrote Spitzen“ bringt das Theater Altenburg Gera ein außergewöhnliches, interaktives Theaterformat auf die Bühne des Heizhauses Altenburg. Die Premiere findet am Sonntag, den 7. Juni, um 18 Uhr statt. Im Zentrum steht eine mysteriöse Leiche, deren Todesumstände Fragen aufwerfen. Die eigenwillige Kommissarin Lila Liliencron nimmt die Ermittlungen auf – doch sie ist auf Unterstützung angewiesen. Das Publikum ist eingeladen, selbst aktiv zu werden. Während der Vorstellung liefern Szenen, Zeugenaussagen und filmische Einspielungen erste Hinweise. Anschließend beginnt die eigentliche Spurensuche: Über den Sommer hinweg können Zuschauer im Stadtraum von Altenburg versteckte Hinweise entdecken, eigene Schlüsse ziehen und so Schritt für Schritt zur Aufklärung des Falls beitragen. Das Besondere dabei: Altenburg selbst wird zum Tatort und zentralen Schauplatz der Geschichte. Reale Orte, historische Bezüge und aktuelle Themen fließen in die Handlung ein und eröffnen einen neuen Blick auf die Stadt. Die Auflösung des Falls erfolgt erst in der kommenden Spielzeit: Im Oktober 2026 werden die gesammelten Hinweise zusammengeführt und der Kriminalfall im Heizhaus Altenburg gemeinsam mit dem Publikum final gelöst.
Eintrittskarten sind an den Theaterkassen sowie über die Webseite des Theaters erhältlich. Diese sind unter der Rufnummer 0365 8279105 bzw. 03447 585160 sowie über „https://theater-altenburg-gera.de/” erreichbar.
QUELLE: THEATER ALTENBURG GERA GGMBH

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