TURBULENZEN AN DEN WERTPAPIERBÖRSEN

Zahlreiche Kleinanleger mit kurzfristigen Anlageabsichten scheinen sich derzeit auf den Kauf der Aktie des Raumfahrtunternehmens „Space X“ vorzubereiten. Darauf deuten die gegenwärtigen Kursrückgänge bei verschiedenen anderen risikobehafteten Wertpapieren und Kryptowährungen hin. Experten gehen von einem verstärkten Liquiditätsaufbau aus. Aktien aus dem Bereich KI werden demnach verkauft, um Geld für den Kauf der neuen Aktie vorhalten zu können. Möglicherweise wird damit auch das Platzen der KI-Blase ausgelöst. Diesen Moment beobachten insbesondere die Zentralbanken, weil sie die Zinsen nicht infolge einer Krise gezwungenermaßen senken, sondern eher erhöhen wollen.

In Bezug auf die Aktie von „Space X“ sehen Analysten nur ein begrenztes Kurspotential. Das Unternehmen erwirtschaftet keine Gewinne, hat aber einen sehr hohen Börsenwert. Die bisherigen Anteilseigner wissen um die starke Überbewertung des Unternehmens, verbreiten eine Euphorie und benutzen unbedarfte Kleinanleger, um ihre Papiere zu einem höheren Preis verkaufen zu können. Der Börsengang ist für den 12. Juni 2026 geplant. Nach einigen Tagen oder Wochen des Anstiegs könnte es zu deutlichen Preisrückgängen kommen.

Für das Edelmetall Silber wird ein weiterer Kursrückgang auf 50 US-Dollar pro Unze erwartet. Spekulative Anleger hatten Ende Januar 2026 eine charttechnische Fahnenstange erzeugt. Nun ist eine Korrektur zu beobachten. Kurzfristig orientierte Marktteilnehmer hoffen indessen auf den nächsten größeren Auftrieb im Bereich Raumfahrt, nachdem die exzessive Phase bei Mikrochips, Rüstung, Silber, Öl und KI vorbei ist.

Zum Thema Öl gibt es ambivalente Betrachtungen. Bezogen auf die im Boden vorhandene Menge und die technischen Fördermöglichkeiten könnte auf dem Markt schnell ein Überangebot geschaffen werden. Aufgrund geopolitischer Spannungen gibt es jedoch Transportprobleme, die zu einer nicht gedeckten Nachfrage führen können. Der Iran spielt vermutlich auf Zeit und wartet bis zu den Zwischenwahlen in den USA. Durch die absehbare Schwächung von Donald Trump könnten die Mullahs in eine bessere Verhandlungsposition gelangen.

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